Grenzerfahrungen in Dinxperlo

Heute kann man die Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden ganz selbstverständlich ohne Grenzkontrollen überschreiten, dabei ist es noch gar nicht so lange her, als dort noch die Schlagbäume standen und man für einen Besuch einen Reisepass benötigte. Eine besondere Grenzsituation findet man in Dinxperlo in Gelderland vor, weil dieser Ort mit dem deutschen Dorf Suderwick, heute ein Stadtteil von Bocholt, eine geschlossene Siedlungseinheit bildet. Gerne verwendet man heute für die gesamte Siedlung auch die Bezeichnung Dinxperwick, um ein Gefühl der Zusammengehörigkeit zu unterstreichen. Weiterlesen „Grenzerfahrungen in Dinxperlo“

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Schouwen-Duiveland – Eine Insel, eine Gemeinde

Die südwestliche Küste der Niederlande ist durch Mündungsarme sowie Inseln und Halbinseln geprägt, ganz im Gegensatz zur nördlich daran anschließenden, schnurgeraden und regelmäßigen Küstenlinie. Das Deltagebiet hat seine Gestalt im Laufe der Jahrhunderte immer wieder merklich verändert, durch Sturmfluten ging Land verloren, durch Eindeichung und Anlegen von Poldern wurde wieder neues Land gewonnen. Wir schauen uns nun die zur Provinz Zeeland gehörende Insel Schouwen-Duiveland an, wo bereits der Doppelname verrät, dass es sich einmal um zwei Inseln handelte, obwohl es ursprünglich sogar einmal vier Inseln waren. Der Wandel wird besonders anschaulich, wenn man eine heutige Karte mit der Karte des Johannes Janssonius von 1658 vergleicht. Weiterlesen „Schouwen-Duiveland – Eine Insel, eine Gemeinde“

Entlang der Emsmündung – Termunterzijl, Delfzijl und Eemshaven

Die Ems hat ihren Ursprung in Ostwestfalen und fließt fast ausschließlich auf deutschem Gebiet. Jedoch unterhalb des Dollarts, wo sie sich zu einer breiten Trichtermündung ausweitet, gehört das westliche Ufer zu den Niederlanden. Diese Region ist zwar dünn besiedelt, aber dafür stark industrialisiert.

Der Hafen von Termunterzijl
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De Haverleij – Moderne Wohnschlösser


Wie in anderen europäischen Ländern findet man auch in den Niederlanden eine Vielzahl von Schlössern und Burgen, die vor Jahrhunderten errichtet wurden. Jedoch nordwestlich von ´s Hertogenbosch liegen dicht beieinander einige Schlösser, die noch ziemlich jung sind und vielen Menschen ein Zuhause bieten. Im Jahr 2000 hat man auf dem ehemaligen Landgut Haverleij damit begonnen, im Rahmen des VINEX-Programms in einer Parklandschaft insgesamt acht Schlösser mit Miet- und Eigentumswohnungen zu bauen. Im Rahmen dieses Programms wurden um die Jahrtausendwende herum zahlreiche neue Wohngebiete in räumlicher Nähe zu mittleren und größeren Städten geschaffen, wobei vielfach kreative, moderne Architektur zur Anwendung kam.

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Der Vaalserberg – Der höchste Punkt im Dreiländereck


Wie oft werden die Niederlande landläufig pauschal als flaches Land bezeichnet. Auf einen großen Teil des Landes trifft das auch zu, insbesondere auf den Westen und Norden, jedoch auf keinen Fall auf den Süden von Limburg. Die Provinz ist ein Nachzügler, denn sie kam erst nach dem Wiener Kongress 1815 zu den Niederlanden. 1839 wurde Limburg geteilt, der westliche Teil kam zum noch jungen Staat Belgien und der östliche zu den Niederlanden, wurde aber zugleich als Herzogtum Limburg zu einem Mitgliedsstaat des Deutschen Bundes. Erst 1867, nach dem Zerfall des Deutschen Bundes, wurde Limburg zu einer alleinigen, vollwertigen Provinz der Niederlande, weshalb am 11. Mai diesen Jahres deren 150-jähriges Bestehen offiziell gefeiert wurde.

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Das Bargerveen – Rest eines Riesenmoores

In der Vergangenheit war ein großer Teil der Niederlande von Mooren bedeckt, davon zeugen heute noch die zahlreichen Ortsnamen, die auf -veen enden. Ein riesiges, geschlossenes Hochmoorgebiet, dass sich auf deutscher Seite über das Emsland und die Grafschaft Bentheim und auf niederländischer Seite in die Provinzen Drenthe und Groningen erstreckte, war das Bourtanger Moor. Benannt wurde dieses Moorgebiet, das in seiner größten Ausdehnung über 3000 km² bedeckte, nach einer Festung in der Provinz Groningen nahe der deutschen Grenze. Heute sind von diesem Moor nur noch Reste erhalten, die unter Naturschutz stehen. Ein Überbleibsel ist das Bargerveen in Drenthe. In diesem 2600 ha großen Gebiet östlich von Weiteveen war der Torf bereits abgebaut, als man sich zur Renaturierung entschloss.

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