Das Bargerveen – Rest eines Riesenmoores

In der Vergangenheit war ein großer Teil der Niederlande von Mooren bedeckt, davon zeugen heute noch die zahlreichen Ortsnamen, die auf -veen enden. Ein riesiges, geschlossenes Hochmoorgebiet, dass sich auf deutscher Seite über das Emsland und die Grafschaft Bentheim und auf niederländischer Seite in die Provinzen Drenthe und Groningen erstreckte, war das Bourtanger Moor. Benannt wurde dieses Moorgebiet, das in seiner größten Ausdehnung über 3000 km² bedeckte, nach einer Festung in der Provinz Groningen nahe der deutschen Grenze. Heute sind von diesem Moor nur noch Reste erhalten, die unter Naturschutz stehen. Ein Überbleibsel ist das Bargerveen in Drenthe. In diesem 2600 ha großen Gebiet östlich von Weiteveen war der Torf bereits abgebaut, als man sich zur Renaturierung entschloss.

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Leiden – Vom Erdhügel zur Studentenstadt

Nicht nur nahe der friesischen Nordseeküste wurden in früheren Zeiten Erdhügel errichtet, die Keimzelle einer Siedlung wurden. Manche Städte im Landesinneren der Niederlande waren um eine sogenannte Burcht entstanden. Im Gegensatz zu den Terpen in Küstennähe, die vor Überflutungen schützen sollen, dienten die Burchten zur Verteidigung und erreichten in der Regel eine Höhe von 15 bis 20 Metern und Durchmesser zwischen etwa 60 und 70 Metern. Neben Breda, Middelburg oder Doesburg war auch für die Universitätsstadt Leiden eine Burcht der Ursprung. Die am Zusammenfluss von Oude Rijn und Nieuwe Rijn befindliche Burcht mitten in der Altstadt ist jedoch heute die einzige, die in den ganzen Niederlanden noch existiert. Die Steinmauer auf der Burcht kann erklommen werden und bietet dem Besucher einen Überblick über die Altstadt. Weiterlesen „Leiden – Vom Erdhügel zur Studentenstadt“

Urk und Schokland – Zwei ehemalige Inseln

Schaut man sich alte Karten der Niederlande an, entdeckt man in der großen Meeresbucht Zuiderzee zwei abgelegene Inseln: Urk und Schokland. Ein Blick auf die heutige Situation zeigt hingegen ein ganz anderes Bild. Die Zuiderzee heißt heute IJsselmeer und ist keine offene Meeresbucht mehr, aber die beiden Inseln sind keine Inseln mehr, sondern ins Festland integriert.

Die Zuiderzee auf der Karte von Johannes Janssonius (1658)

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Die Veluwe – Auf und ab durch Wald, Heide und Sand

Landläufig werden die Niederlande gerne als flaches und waldarmes Land charakterisiert. Auf die Veluwe in der Provinz Gelderland trifft jedoch beides definitiv nicht zu. Nicht nur auf dem Satellitenbild erkennt man deutlich, das sich hier das größte zusammenhängende Waldgebiet der Niederlande befindet, auch wenn man über die A1 fährt, sieht man über einen längeren Abschnitt den Wald vor lauter Bäumen nicht. Zudem ist diese zwischen Arnheim, Zwolle und Harderwijk gelegene Region verhältnismäßig hügelig.
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Amersfoort – Mauerhäuser und Moderne

Ungefähr 25 km von Utrecht entfernt liegt im Osten der gleichnamigen Provinz die Stadt Amersfoort. Dort wo sich verkehrsgünstig eine Straße mit einer Furt der Eem (die damals Amer genannt wurde) kreuzte, entstand im Mittelalter eine Siedlung, die 1028 erstmals erwähnt wurde. Ein Blick auf den Stadtplan verrät mehr über die Entstehung und das schnelle Wachstum der Stadt im späten Mittelalter.

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Zwolle – Alte Hansestadt mit neuen Bastionen


Bei Hansestädten denken viele vermutlich zunächst einmal an Hamburg oder Bremen, doch auch in den Niederlanden gehörten einige Städte, insbesondere im IJsselgebiet, diesem bedeutenden Städtebund an. So haben gerade heute in Kampen an der IJssel die diesjährigen Internationalen Hansetage begonnen. Wir betrachten aber nun das etwas östich davon gelegene Zwolle, die Provinzhauptstadt von Overijssel und mit 125000 Einwohnern nach Enschede die zweitgrößte Stadt der Provinz.
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Hogebeintum und Lichtaard – Erdhügel gegen die Fluten

Wer nicht will deichen, der muss weichen. Diese Devise gilt seit vielen Jahrhunderten nicht nur für die Marschgebiete in der Nähe zur deutschen Nordseeküste, gerade in den Niederlanden wäre für einen beträchtlichen Teil des Landes ein dauerhaftes Bewohnen und Nutzen ohne Deiche gar nicht denkbar. In Friesland hat das Deichwesen, wie wir es heute kennen, um das Jahr 1000 herum Einzug gehalten, doch auch in den Jahrhunderten davor musste man sich vor drohenden Sturmfluten schützen. Bereits in vorgeschichtlicher Zeit schuf man in den überflutungsgefährdeten Gebieten künstliche Erdhügel, auf denen man siedelte.
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