Leiden – Vom Erdhügel zur Studentenstadt

Nicht nur nahe der friesischen Nordseeküste wurden in früheren Zeiten Erdhügel errichtet, die Keimzelle einer Siedlung wurden. Manche Städte im Landesinneren der Niederlande waren um eine sogenannte Burcht entstanden. Im Gegensatz zu den Terpen in Küstennähe, die vor Überflutungen schützen sollen, dienten die Burchten zur Verteidigung und erreichten in der Regel eine Höhe von 15 bis 20 Metern und Durchmesser zwischen etwa 60 und 70 Metern. Neben Breda, Middelburg oder Doesburg war auch für die Universitätsstadt Leiden eine Burcht der Ursprung. Die am Zusammenfluss von Oude Rijn und Nieuwe Rijn befindliche Burcht mitten in der Altstadt ist jedoch heute die einzige, die in den ganzen Niederlanden noch existiert. Die Steinmauer auf der Burcht kann erklommen werden und bietet dem Besucher einen Überblick über die Altstadt. Weiterlesen „Leiden – Vom Erdhügel zur Studentenstadt“

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Der Haarlemmermeerpolder – Ein See verschwindet

Südlich von Haarlem und Amsterdam befand sich in früheren Jahrhunderten ein Binnensee, der schon seit langer Zeit nicht mehr existiert, das Haarlemmermeer. Über diesen See wurden unter anderem Waren verschifft, die von Amsterdam nach Rotterdam gebracht werden sollten, ein Gemälde von Jan van Goyen aus dem Jahr 1656 zeigt den Schiffsverkehr auf dem Haarlemmermeer.

Bei Stürmen führte der Wellenschlag jedoch dazu, dass die Uferbereiche erodiert wurden und somit der See immer größer wurde. Um 1250 hatte das Haarlemmermeer eine Fläche von ca. 9000 ha, um 1500 waren es ungefähr 11000 ha, jedoch zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte sich der See bereits auf 17000 ha ausgedehnt.
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